Podcast Folge 2 - Pareto Prinzip
- andrearempfler

- 7. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

In Podcast Folge 2 - Perfektion, woher kommst du eigentlich? – sprechen Kerstin und ich über das Pareto Prinzip. Da die Zeit in einem Podcast begrenzt ist und in unseren Augen noch viel mehr dazu gesagt werden kann, könnt ihr hier gerne mit uns noch etwas tiefer in das Thema einsteigen.
Das Pareto Prinzip einfach erklärt
Vilfredo Pareto, ein italienischer Ökonom hat dieses Prinzip im Jahre 1906 beschrieben. Damals untersuchte er die Grundbesitzverhältnisse in Italien. Dabei stellte er fest, dass 80% des Bodens in den Händen von lediglich 20% der Italiener liegt. Er leitete daraus die Empfehlung ab, dass sich die Banken, wenn sie rentabel arbeiten wollen, auf diese 20% der Landesbevölkerung (die Reichen) konzentrieren sollten. Später hat man das Pareto Prinzip auch auf andere Bereiche ausgeweitet. Am bekanntesten ist die Anwendung im Projektmanagement. Mit 20% Arbeitszeitaufwand, erreicht man 80% des Outputs.
Was bedeutet dies im Umkehrschluss? Will man einen Output von 100% erreichen, benötigt das Perfektionieren der restlichen 20% einen Aufwand von 80%!
Achtung: Das ist ein Modell. Es handelt sich nicht immer um exakt 80/20.
Wie kann das Prinzip nun aber im Alltag und in der Praxis angewendet werden?
Im beruflichen Kontext ist es somit wichtig zu priorisieren. Welche Aufgaben sind wichtig und dringend, und erzielen einen hohen Output? Bei der Priorisierung können weitere Tools hilfreich sein, beispielsweise das Eisenhower Prinzip. Wichtiges und Dringendes hat hohe Priorität. Die anderen Kombinationen haben tiefere Prioritäten.
Ob die restlichen 20% Output gestrichen werden können oder nicht, gilt es im jeweiligen Fall abzuwägen. Viele Aufgaben, welche keinen oder nur einen indirekten Output erzielen, müssen in der Praxis trotzdem erledigt werden. Je nach Branche ist es sogar zwingend, dass immer 100% erzielt werden, egal wieviel Aufwand das bedeutet.
Im privaten Alltag, vor allem in Bezug auf den Perfektionismus, kann das Pareto Prinzip jedoch getrost angewendet werden. Wie im Podcast erklärt, ist die Wohnung nie 100% rein. Staub setzt sich direkt nach dem Saugen wieder an. Wenn es schneit, ist Schaufeln eine endlose Beschäftigung. Es macht daher Sinn, seine Ressourcen einzuteilen und mit 80% Output zufrieden zu sein. So bleibt Energie übrig, für andere, häufig sogar viel sinnbringendere Tätigkeiten.
Falls ihr euch nun fragt, wie ihr euere Zeit und Ressourcen denn sinnbringender oder effizienter einsetzen könnt, empfehlen wir euch, über euere eigenen Werte und Ziele zu reflektieren.
Ja, das ist eine ganz andere Geschichte und darauf gehen wir gerne in einem weiteren Podcast und Blog Post ein.
Habt ihr Fragen oder Anregungen, dann meldet euch gerne bei uns via E-Mail: info@uossaautentic.com
Bis bald, herzlichst euere
Kerstin & Andrea





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